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Presse

Presseartikel vom 22.01.2009

Am Morgen noch in Berlin, am Abend beim "Macher-Dinner" im Odenwaldkreis. Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer Georg Braun ließ es sich nicht nehmen, der Einladung von Landrat Horst Schnur zu folgen und beim Abend der Auszeichnungen für die Odenwälder "Macher 2008" am 20. Januar 2009 die Tafelrede zu halten.

Georg Braun, der seit 1977 dem Unternehmen Braun-Melsungen vorsteht, verwies auf ungerechte Verteilung von Infrastruktur und mangelnde Anbindung an Breitbandnetze. Auch die ländliche Region müsse erreichbar und in einer internationalisierten Welt kommunikationsfähig bleiben. Wenn die drängenden Probleme nicht behoben werden könnten, komme es zunehmend zum Ungleichgewicht. "Aber es darf keine Verödung in der Fläche geben. Wir haben uns zum Standort bekannt, denn wir wissen, dass unser größtes Kapital die Mitarbeiter sind." Es stehe außer Frage, dass das Unternehmen sich sowohl den Beschäftigten als auch dem Personal verpflichtet fühle.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen ging Braun auch auf die Finanz- und Wirtschaftskrise ein. "Wir müssen alle unsere Lehren ziehen. Besonders wir Mittelständler leiden nun unter den Fehlern anderer. Aber wir erkennen auch Chancen." So komme den Volks- und Raiffeisenbanken sowie den Sparkassen nun eine besondere Rolle zu. "Wir finanzieren uns über die Kreditinstitute vor Ort. Oft sind wir mit den Bänkern vor Ort persönlich bekannt." Dieses Netzwerk helfe auch die Krise zu überstehen und zeige dass die kleinen Banken ihre Daseinsberechtigung auf dem Kapitalmarkt untermauern können.

Insgesamt gelte es deshalb, die vorhandenen Netzwerke zu stärken und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wirtschaft und Gesellschaft zu erhalten. "Wir müssen jungen Menschen Chancen bieten sich zu entwickeln. Wir müssen dabei auch diejenigen integrieren, die weniger Entwicklungspotenziale haben. Das gilt auch für Menschen mit Migrationshintergrund. Wir haben jahrelang eine falsche Integrationspolitik betrieben. Nur wenn alle - auch die Kinder ausländischer Abstammung - am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozess partizipieren können, werden wir eine intakte und friedliche Gesellschaft erhalten. Hierfür brauchen wir ehrenamtliches und nachbarschaftliches Engagement und wir brauchen ertragreiche Unternehmen, die ihren Beitrag dazu leisten. Und nur wenn jeder die Freiheit besitzt, sich selbst optimal zu entwickeln, können wir die Herausforderungen der Zukunft schultern."

Bei der anschließenden Würdigung der "Macher 2008" durch Landrat Horst Schnur und den Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) Jürgen Walther wurden das besondere Engagement von dreizehn Unternehmen aus dem Odenwaldkreis auf dem sozialen und wirtschaftlichen Sektor sowie außergewöhnliche Innovationen gewürdigt.

Ilgaz Özpolat repräsentierte die Özpolat Kunststofferzeugnisse GmbH (Reichelsheim), die sich auf Energie schonende Belüftungstechnik spezialisiert hat. Er kommentierte die Preisverleihung liebevoll mit den Worten: "Da wir uns mit Zu- und Abluft beschäftigen, bleibt uns gar keine andere Wahl, als im Luftkurort Reichelsheim zu agieren."

Seit dem Jahr 2005 werden die "Macher" durch den Landrat in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsbeirat der OREG, den 15 Bürgermeistern des Odenwaldkreises sowie der Sparkasse Odenwaldkreis und der Volksbank Odenwald ausgezeichnet. Sie besitzen ein Vorschlagsrecht zum Titel "Macher des Jahres" für innovative Unternehmen, die sich erfolgreich gegen Abwanderungstendenzen und Personalabbau behaupten und sich dank kluger Entscheidungen und frühzeitige Weichenstellungen sowie mit besonderem sozialen Engagement bewähren.